Wer sich im Kas­se­ler Impf­zen­trum imp­fen las­sen will, muß ent­we­der will­kür­li­che bü­ro­kra­ti­sche Nor­men er­fül­len oder aber lü­gen.


Kas­sel: Impf­wil­li­ge wer­den ab­ge­wie­sen

Was ist pas­siert?

In Kür­ze:

Ich wur­de im Mai beim Haus­a­rzt nach der Frei­ga­be durch das Land mit As­tra­Zene­ca erst­ge­impft und ha­be ge­mäß da­mi­li­ger StI­Ko-Emp­feh­lung Mit­te Au­gust nach 12 Wo­chen mei­nen Zweit­ter­min.
Seit die StI­Ko am 8.07.2021 bei As­tra­Zene­ca ein he­te­ro­lo­gi­sches Impf­sche­ma mit mR­NA im Ab­stand ab 4 Wo­chen emp­fiehlt, ver­su­che ich, frü­her ge­impft zu wer­den, da
  • Die Del­ta-Va­ri­a­n­te im An­rol­len ist und ich ja erst ge­gen En­de Au­gust einen Schutz da­ge­gen ha­ben wür­de
  • Es über­all heißt, daß hin­rei­chend Impf­stoff vor­han­den sei und es ein Pro­blem mit wach­sen­der Impf­mü­dig­keit ge­be
  • Die Po­li­tik in­zwi­schen da­mit droht, Un­ge­impf­ten (und als sol­cher gilt mensch bis 2 Wo­chen nach der Zwei­t­imp­fung), be­stimm­te Frei­hei­ten nicht mehr zu ge­wäh­ren und et­waig not­wen­di­ge Tests selbst zu be­zah­len.

Drei Ver­su­che ver­schie­de­ner Art beim hie­si­gen Impf­zen­trum: je­des mal wur­de mir ei­ne Imp­fung ver­wei­gert
Und in­zwi­schen nimmt das gan­ze kaf­ka­es­ke Zü­ge an, da nie­mand wirk­lich ver­ant­wort­li­ches an­sprech­bar ist und vor Ort ei­nem die Bit­te um ein Ge­spräch mit ei­nem Ver­ant­wort­li­chen oder zu­min­dest ei­ne Kon­takt­mög­lich­keit vom dort ein­ge­setz­ten Si­cher­heits­dienst der Fa. Pro­tex in ver­ach­tens­wür­di­ger Wei­se ver­wei­gert wird.

Die De­tails

Die De­tails sind lei­der ih­rem Na­men ent­spre­chend et­was um­fang­reich, aber ich ha­be ver­sucht, sie ein we­nig zu un­ter­tei­len.
Wer kei­ne Mo­ti­va­ti­on ver­spürt, al­les zu le­sen, kann ja mit der Leis­te rechts gleich zu den un­te­ren Tei­len sprin­gen.

1. Akt - ich möch­te ge­impft wer­den

Am 20.5.2021 wur­de ich bei mei­nem Haus­a­rzt mit As­tra­Zene­ca erst­ge­impft und soll ge­mäß da­ma­li­ger StI­Ko-Emp­feh­lung am 12.8.2021 die zwei­te Imp­fung er­hal­ten.
Nach­dem die StI­Ko An­fang Ju­li für As­tra­Zene­ca-Erst­ge­impf­te ein he­te­ro­lo­gi­sches Impf­sche­ma mit ei­nem mR­NA-Impf­stoff mit nur 4 Wo­chen Ab­stand emp­foh­len hat, ver­su­che ich seit­dem, mei­ne Zwei­t­imp­fung frü­her zu be­kom­men.

Der Haus­a­rzt lehn­te dies ab, da er nur ge­ring­fü­gig be­lie­fert wer­de und da­her die Ter­mi­ne nicht so mal eben um­or­ga­ni­sie­ren kön­ne. Da die Lie­fer­men­ge bei den ein­zel­nen Ärz­ten wohl tat­säch­lich sehr über­schau­bar ist, ha­be ich da­für durch­aus ge­wis­ses Ver­ständ­nis.

Aber es gibt ja noch die Impf­zen­tren.
Al­so ha­be ich mich am 11.07.2021 über das Imfppor­tal in Hes­sen an­ge­mel­det (nir­gends ein Hin­weis dar­auf, daß dies für ei­ne al­lei­ni­ge Zwei­t­imp­fung nicht mög­lich sei) und dann auch gleich am 15.07.2021 Ter­min ge­habt. Die Tat­sa­che, daß ich nach nur 4 Ta­gen einen Ter­min er­hal­te, zeigt mir, daß die Pres­se-Be­reich­te wohl stim­men, daß in­zwi­schen ge­nü­gend Impf­stoff vor­han­den sei.

Pünkt­lich vor Ort wer­de ich aber so­fort ab­ge­wie­sen, weil ich dort nur ge­impft wer­den dür­fe, wenn ich die Er­stimp­fung auch dort er­hal­ten hät­te. Er­heb­lich frus­triert ha­be ich das hin­neh­men müs­sen, da mir vor Ort de­ren Vor­ga­be auf ei­nem Do­ku­ment 54-2021 des Lan­des Hes­sen vom 1.07.2021 ge­zeigt wur­de.
Na­tür­lich ist das Do­ku­ment selbst im Netz nicht zu fin­den und lei­der ha­be ich auch kei­ne Ko­pie mit­ge­nom­men.

2. Akt - ein neu­er Ver­such

Nach­dem nun im­mer wie­der auch in den Me­di­en über die stei­gen­de Impf­mü­dig­keit be­rich­tet wird, die In­fek­ti­ons­zah­len wei­ter stei­gen, ha­be ich noch­mals einen Ver­such ge­wagt und mich vor­ab über die auf der Web­sei­te der hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung an­ge­ge­be­ne "06 11/50 59 28 88" in­for­miert. Dort wur­de mir ge­sagt, selbst sie könn­ten das lei­der nicht in ih­rem Sys­tem ein­tra­gen, ich mö­ge doch bit­te beim Impf­zen­trum vor Ort einen Ter­min für die Zwei­t­imp­fung er­fra­gen und mich bei et­wai­gem Ab­wei­sen an das ört­li­che Ge­sund­heits­amt wen­den.

Ich wur­de am 29.07.2021 vom Impf­zen­trum na­tür­lich wie­der ab­ge­wie­sen.
Ein An­ruf über die all­ge­mei­ne Ver­wal­tungs­num­mer "115" bringt al­ler­dings gleich die In­fo her­vor, daß das hie­si­ge Ge­sund­heits­amt mit der Impf­ko­or­di­na­ti­on wohl über­haupt nichts zu tun hat. Die Per­son am Te­le­fon will sich aber des­sen noch­mals rü­ck­ver­si­chern und ver­sucht je­man­den zu er­rei­chen.

Da am Abend je­doch nie­mand vom Ge­sund­heits­amt selbst mehr an­sprech­bar war, soll­te ich es am nächs­ten Tag noch­mal pro­bie­ren und ich mö­ge doch die eben­falls auf obi­ger Web­sei­te an­ge­ge­be­ne "116 117" mal an­ru­fen, ob mir dort evtl. ge­hol­fen wer­den kön­ne.

3. Akt - Kon­takt nicht er­wünscht

Bei der "116 117" gibt es dann ir­gend­wann die Aus­wahl, ent­we­der mit jmd. vom Bund zu spre­chen, oder aber sich wie­der mit der Lan­desstel­le ver­bin­den zu las­sen, wo mensch dann in der glei­chen War­te­schlei­fe wie un­ter der "06 11/50 59 28 88" lan­det.

Al­so spre­che ich mit jmd. vom Bund, muß aber lei­der fest­stel­len, daß die­se Per­son auch nicht kon­kret wei­ter­hel­fen kann. Sie sucht mir aber einen We­b­link mit ei­nem Kon­takt­for­mu­lar her­aus: htt­ps://co­ro­na-imp­fung.hes­sen.de/kon­takt

Lei­der wirft die­ses dann aber beim Ver­such der Nut­zung im­mer nur einen Feh­ler:

Proxy Er­ror

The proxy ser­ver re­cei­ved an in­va­lid re­spon­se from an ups­tream ser­ver. The proxy ser­ver could not hand­le the re­quest
Re­a­son: Er­ror rea­ding from re­mote ser­ver

Ir­gend­wann tes­te ich mal ver­schie­de­ne Ein­ga­ben und mer­ke schließ­lich, daß mein Text für das For­mu­lar of­fen­sicht­lich zu lang ist. Su­per Kon­takt­mög­lich­keit. Da fühlt mensch sich gleich rich­tig gut auf­ge­ho­ben.

Ich schi­cke al­so den Hin­weis auf das de­fek­te For­mu­lar nebst Feh­ler­mel­dung und er­hal­te ei­ne Be­stä­ti­gungs­mail, die na­tür­lich von ei­ner Adres­se kommt, die nicht zu stell­bar ist (no­re­p­ly@...)

Die As­so­zia­ti­on zu "Ru­fen Sie nicht uns an, wir ru­fen Sie an!" ist lei­der nicht mehr zu un­ter­drü­cken.

4. Akt - Die Es­ka­la­tai­on

Am nächs­ten Vor­mit­tag (30.07.2021) ru­fe ich dann via "115" beim Ge­sund­heits­amt an und er­hal­te die Be­stä­ti­gung, daß das Amt gar nichts mit dem Impf­zen­trum zu tun ha­be. Al­ler­dings er­hal­te ich den Hin­weis, daß am Nach­mit­tag dort ei­ne ter­min­lo­se Impfak­ti­on lau­fe. Ich fin­de dann auch auf der Web­sei­te der Stadt Kas­sel den Hin­weis da­zu.
Nichts zu fin­den von we­gen "nur für Er­stimp­fun­gen"
(lei­der ist in­zwi­schen die Sei­te schon wie­der off­line ge­gan­gen, auch wenn sie noch von wo­an­ders ver­linkt ist, aber es hieß dort, daß zwi­schen 13 und 17 Uhr al­le Impf­wil­li­gen sich ei­ne Imp­fung mit ei­nem mR­NA-Impf­stoff (Bi­on­tec o. Moer­na) oh­ne vor­he­ri­ge Ter­min­ver­ga­be ab­ho­len könn­ten. -- Ich hat­te hier noch ein Brow­ser­fens­ter da­mit of­fen und konn­te Screen­shots + einen PDF-Aus­druck von der Sei­te ma­chen...)

Ich al­so na­he­zu pünkt­lich zum Be­ginn um 13Uhr vor Ort, wer­de aber so­fort von ei­nem Si­cher­heits­dienst-Mit­a­r­bei­ter ge­fragt, ob Erst- oder Zwei­t­imp­fung. Ich bin ir­ri­tiert und lei­der blei­be ich bei der Wahr­heit und wer­de so­fort wie­der ab­ge­wie­sen.

Macht und Men­schen
Mir reicht es nun end­gül­tig und ich bit­te dar­um, mit ei­nem Ver­ant­wort­li­chen zu spre­chen.

Auch dies wird mir von den Si­cher­heits­be­diens­te­ten der Fa. Pro­tex oh­ne An­ga­be von Grün­den ver­wei­gert. Eben­so wird die Fra­ge nach den Na­men der hier han­deln­den Per­so­nen ver­wei­gert.

Als ich dar­um bit­te, daß sie doch zu­min­dest die Po­li­zei ho­len mö­gen, greift zwar ein Mit­a­r­bei­ter zu­nächst zum Te­le­fon, ent­schei­det sich aber dann doch da­ge­gen und ab dem Zeit­punkt wird auf mei­ne Bit­ten in kei­ner Wei­se mehr re­a­giert, schluß­end­lich wer­de ich nur noch da­zu auf­ge­for­dert, den Be­reich frei­zu­ma­chen.

Hilfs­be­reit­schaft?
Ich spre­che dar­auf­hin et­li­che Pas­sant:in­nen an, vie­le sa­gen, sie hät­ten kein Te­le­fon, zwei äl­te­re Frau­en wei­gern sich, weil ich ja im Un­recht sei (welch An­ma­ßung, daß sie glau­ben, dar­über ur­tei­len zu kön­nen!) und ei­ne jun­ge Frau mit Na­sen­pier­cing "möch­te da­mit nichts zu tun ha­ben", als wenn ich ge­ra­de in ei­ner Au­to­kra­tie dar­um ge­be­ten hät­te, daß sie mich mit ei­ner Op­po­si­ti­ons­grup­pe te­le­fo­nie­ren läßt.
(viel­leicht ha­be ich aber auch nur den Knall nicht ge­hört.)

Auch wei­te­re Si­cher­heits­be­diens­te­te und auch al­lem An­schein zu Pro­tex ge­hö­ren­de Per­so­nen in nor­ma­lem Hemd wei­gern sich be­harr­lich, die Po­li­zei zu ru­fen.

Am En­de fin­de ich end­lich ei­ne Rad­fah­re­rin, die mir Ihr Ge­rät leiht. Sie selbst gibt sich zwar im wei­te­ren Ver­lauf als jmd. zu er­ken­nen, die sich nicht imp­fen las­sen will und ar­gu­men­tiert stel­len­wei­se in Rich­tung der Pan­de­mie­leug­ner:in­nen, aber ob­wohl ich ihr sa­ge, wor­um es geht, läßt sie mich die Po­li­zei an­ru­fen. So weit ist es hier schon, daß am En­de nur je­ne hel­fen, die mit dem gan­zen nun wirk­lich nichts zu tun ha­ben wol­len!

Kon­takt zur Po­li­zei
Der Po­li­zist am Te­le­fon zeigt sich aber lei­der auch zu­nächst eher ab­leh­nend. Nach län­ge­rem Hin­und­her er­klärt er sich aber doch be­reit, ei­ne Strei­fe zu schi­cken, sagt aber auch da­zu, daß es dau­ern kön­ne. (nun gut, ich ken­ne das schon von ei­ner Ein­bruchs­mel­dung vor et­li­chen Jah­ren, bei der die Ein­bre­chen­den noch vor Ort wa­ren, als ich es mel­de­te, nicht aber mehr, als die Strei­fe dann mal ir­gend­wann spä­ter ein­tru­del­te)

Nach grob ei­ner 3/4h kam dann auch ein Wa­gen - wäh­rendes­sen schie­nen die Si­cher­heits­leu­te sich über "den Ver­rück­ten" dort lus­tig zu ma­chen - an­ders kann ich das Her­über­schau­en und Tu­scheln nicht in­ter­pre­tie­ren. Ih­re ggf. fei­xen­den Ge­sich­ter konn­te ich ja lei­der un­ter ih­ren Mas­ken nicht wirk­lich se­hen.

Die Po­li­zei vor Ort
Ich er­klä­re den Be­amt:in­nen den Sach­ver­halt und daß es mir nur dar­um geht, ei­ne:n Ver­ant­wort­li­che:n zu spre­chen. nach kur­z­er Rück­spra­che mit dem Si­cher­heits­dienst (nicht et­wa mit jmd. vom Impf­zen­trum!) wird mir aber auch von den Be­am­ten er­öff­net, daß sich nie­mand die Mü­he ge­ben wer­de, mit mir zu spre­chen und ich kei­ne Hand­ha­be ha­be, dies zu än­dern.

Da ich mich da­mit nicht zu­frie­den ge­be und dar­auf ver­wei­se, daß ich als Bür­ger die­ses Lan­des doch die Mög­lich­keit ha­ben müs­se, mich ge­gen ei­ne Maß­nah­me zu mei­nem Nach­teil zur Wehr zu set­zen, es aber kei­ner­lei An­lauf­stel­le ge­be, die sich zu­stän­dig füh­le oder die funk­tio­nie­re, spricht der ei­ne Be­am­te noch­mals mit dem Si­cher­heits­dienst und schluß­end­lich er­hal­te ich dann doch ei­ne eMail-Adres­se. Ob die­se funk­tio­niert oder ggf. di­rekt nach /dev/null ent­sorgt wird, weiß ich noch nicht. Denk­bar ist es für mich in­zwi­schen durch­aus.

Das gan­ze hat mich über 1h Zeit ge­kos­tet und es gibt auch kei­ne Er­klä­rung da­zu, war­um ich nicht gleich die­se Adres­se er­hal­ten ha­be.

5. Akt - Fra­gen an die Ver­ant­wort­li­chen

Noch am glei­chen Abend schi­cke ich ei­ne Mail an die müh­sam er­kämpf­te Adres­se. Der In­halt ent­spricht grob obi­gem Text und zu­sätz­lich die fol­gen­den Fra­gen:
  • Wie kann es sein, daß Si­cher­heits­leu­te bei ei­ner aus Steu­er­mit­teln be­zahl­ten Stel­le der­art selbst­herr­lich ent­schei­den, daß sie das le­gi­ti­me Ge­such ei­nes Bür­gers auf Wi­der­spruch igno­rie­ren und sich dann zu­dem so­gar wei­gern, der Bit­te um Not­ruf nach­zu­kom­men?
  • Wie kann es sein, daß die Po­li­tik ei­ner­seits dar­über schwa­dro­niert, daß die Impf­mü­dig­keit gras­sie­re, die nächs­te Wel­le mit Del­ta dro­he und in­zwi­schen so­gar da­mit droht, Nicht-Ge­impf­ten Rech­te vor­zu­ent­hal­ten, wenn dann Impf­wil­li­gen eben die­se Imp­fung ver­wei­gert wird?
  • Wie­so gibt es kei­ne zen­tra­le An­lauf­stel­le für Be­schwer­den bzgl. der Impf­zen­tren und war­um muß erst die Po­li­zei ge­holt wer­den, um über­haupt ei­ne Kon­takt­mög­lich­keit zu er­hal­ten?
    Letzt­lich han­delt es sich hier doch wohl um einen Ver­wal­tungs­akt, ge­gen den sich Bür­ger auch weh­ren kön­nen müs­sen, oder ist Hes­sen in­zwi­schen kein Teil ei­nes Rechts­s­taats mehr?
  • War­um wird nir­gends deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, daß Zwei­t­imp­fun­gen ver­wei­gert wer­den und dies auch sach­lich be­grün­det (schließ­lich ha­ben wir ge­nü­gend Impf­stoff und wenn ich ge­lo­gen hät­te, wä­re wohl auch nie­mand zu­sätz­lich ge­stor­ben)?

6. Akt - Ei­ne ers­te Re­ak­ti­on

Wi­der Er­war­ten er­hal­te ich nun tat­säch­lich schon am nächs­ten Tag (Sams­tag, 31.07.2021) ei­ne Ant­wort.
Lei­der wird nicht wirk­lich auf mei­ne Fra­gen ein­ge­gan­gen, da­für aber die Bü­ro­kra­tie aus­führ­lich er­klärt: Es ge­be kei­nen Spiel­raum auf­grund der Wei­sun­gen des Lan­des Hes­sen

Dann wird noch ab­surd ver­sucht zu be­grün­den, daß die Ab­wei­chung von der STI­KO-Emp­feh­lung ei­nem ver­bes­ser­ten und schnel­le­ren Schutz der Be­völ­ke­rung die­ne
häh? wie­so wer­de ich dann nicht ge­impft, wenn es um ver­bes­ser­ten und schnel­le­ren Schutz der Be­völ­ke­rung geht?

Es geht wei­ter da­mit, daß sie den Grund­satz ha­ben, Zwei­t­imp­fun­gen von Hau­särtz­ten nur zu über­neh­men, wenn die­se schrift­lich be­stä­ti­gen, dies nicht tun zu kön­nen.
Su­per. Fest­hal­ten an Grund­sät­zen. Sol­len die Leu­te doch an Co­ro­na elen­dig ver­re­cken, Haupt­sa­che, die Ver­wal­tung kann an ih­ren Grund­sät­zen fest­hal­ten.

Es folgt noch et­was Lob­hu­de­lei für sich selbst, und daß das oben zi­tier­te stumpf­sin­ni­ge In­sis­tie­ren auf bü­ro­kra­ti­sche Re­geln gu­te Grün­de sei­en, war­um ich nicht ge­impft wer­de, und weil im­mer die Ge­sund­heit der Bür­ger im Vor­der­grund ste­he, imp­fen wir auch wei­ter­hin, un­ab­hän­gig von Pres­se­ver­öf­fent­li­chun­gen oder Sti­ko-Emp­feh­lun­gen

Su­pi. Die Ver­wal­tung ent­schei­det un­ab­hän­gig von der StI­Ko, al­so un­ab­hän­gig von Fach­leu­ten, wen sie wie und wann imp­fen. Das nen­ne ich mal Fort­s­chritt. War­um brau­chen wir eigtl. über­haupt noch Fach­leu­te, wenn die Ver­wal­tun­gen doch viel bes­ser wis­sen, was wann auf wel­che Art zu tun ist?

7. Akt - Re­a­ler Irr­sinn hoch 3

Da ich mit die­ser völ­lig ab­s­tru­sen Ant­wort in kei­ner Wei­se zu­frie­den bin, ha­ke ich aber noch­mals nach.

u.a. wei­se ich dar­auf hin, daß der­ar­ti­ge Ver­wal­tungs­ak­te im­mer auch die Mög­lich­keit bie­ten müs­sen, da­ge­gen vor­ge­hen zu kön­nen (sog. Rechts­be­helf).
Auch füh­re ich an, daß die Si­cher­heits­leu­te im Auf­trag ei­ner staat­li­chen Stel­le wohl doch an­ders als am Ein­gang ei­ner pri­va­ten Dis­ko­thek agie­ren soll­ten.
Zu­gu­ter­letzt eben auch, daß hier dem­nach bil­li­gend in Kauf ge­nom­men wird, daß Tei­le der Be­völ­ke­rung schwer er­kran­ken oder gar ster­ben.

Dar­auf­hin be­kom­me ich tat­säch­lich noch­mal ei­ne Rü­ck­mel­dung, al­ler­dings größ­ten­teils auch nur Blafa­sel, aber auch mit so tol­len Sät­zen, wie Schließ­lich le­ben wir zum Glück al­ler Men­schen die hier le­ben kön­nen, im­mer noch in ei­nem funk­tio­nie­ren­den Rechts­s­taat.
Ach­ja? Wie­so muß­te ich dann erst die Po­li­zei ho­len, da­mit ich über­haupt an dem Rechts­s­taat teil­ha­ben kann? Von "funk­tio­nie­ren" kann ja wohl in kei­ner Wei­se die Re­de sein!

Und der wer­te Herr meint auch, daß er es nicht ganz nach­voll­zie­hen [kann], aus wel­chem Grund Ih­nen an­de­re Men­schen ver­pflich­tet sein soll­ten, Ih­nen Ihr per­sön­li­ches Han­dy zur Ver­fü­gung zu stel­len??

Ir­gend­wie scheint er wohl in ei­ner an­de­ren Re­a­li­tät un­ter­wegs zu sein, denn ich ha­be ja zu kei­nem Zeit­punkt dar­um ge­be­ten, daß mir ir­gend­je­mand ein Te­le­fon zur Ver­fü­gung stellt, son­dern le­dig­lich, daß je­mand bit­te die Po­li­zei ru­fen mö­ge. Zu­dem sind die Si­cher­heits­leu­te per Funk ver­bun­den, vmtl. auch mit ei­ner Zen­tra­le, so daß nie­mand von de­nen sein pri­va­tes Te­le­fon hät­te nut­zen müs­sen.
Da­zu, daß sich im staat­li­chen Auf­trag han­deln­de Per­so­nen wei­gern, auf ei­ne Bit­te hin die Po­li­zei zu ru­fen, wird na­tür­lich kein Wort ver­lo­ren.

Zu­gu­ter­letzt wird mir qua­si ein alt­be­kann­tes "geh doch rü­ber, wenn's Dir nicht paßt" an den Kopf ge­wor­fen: Was die Frei­heit in un­se­rem Land an­geht, emp­feh­le ich Ih­nen ein­mal Auf­ent­hal­te in an­de­ren, durch­aus auch west­lich ori­en­tier­te Län­dern, oder so­gar un­mit­tel­ba­ren Nach­barn von uns.

Vor­läu­fi­ges Re­sü­mee

Ei­nes ist in je­dem Fall aus dem Ge­sche­hen schon jetzt ab­zu­lei­ten: Nur Trot­tel sa­gen staat­li­chen In­si­tu­ti­o­nen ge­gen­über die Wahr­heit, denn hät­te ich gleich beim ers­ten mal ge­lo­gen und be­haup­tet, ich wä­re zur Er­stimp­fung da, dann wä­re ich in­zwi­schen schon voll­stän­dig ge­schützt.
Ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund, daß es wohl so­gar ei­ne drit­te Imp­fung ge­ben soll, hät­te das ja ggf. so­gar mit dem Zweit­ter­min im Impf­zen­trum als Dritt­ter­min ge­paßt.

Lei­der ist bei ei­nem sol­chen Ab­lauf auch nach­zu­voll­zie­hen, wenn sich Men­schen vom Staat ab­wen­den, weil sie sich in kei­ner Wei­se mehr dort ver­tre­ten se­hen. Dies ist ganz si­cher kein Grund, sich ir­gend­wel­chen fak­ten­frei agie­ren­den Grup­pen oder gar den Fa­schis­ten an­zu­schlie­ßen, aber so­fern mal je­mand in der Po­li­tik nach tat­säch­li­chen Ur­sa­chen su­chen soll­te, war­um sich im­mer mehr Men­schen ra­di­ka­li­sie­ren: schei­ße ver­dammt, schaut zu­sam­men mit Eu­rem Ver­wal­tungs­ap­pa­rat in den Spie­gel!

Was nun...

Nun gut, der­ar­tig bor­nier­ten Staats­be­diens­te­ten ist wahr­schein­lich nicht leicht bei­zu­kom­men, aber ich wer­de wohl so­wohl Kla­ge, als auch Dien­st­auf­sichts­be­schwer­de ge­gen al­le Be­tei­lig­ten prü­fen las­sen.

Mir wird das al­ler­dings nicht mehr hel­fen, denn bis der Ap­pa­rat mal in Gän­ge kommt, wer­de ich wohl dann so­wie­so den Zweit­ter­min beim Haus­a­rzt wahr­ge­nom­men ha­ben (den hät­te ich erst ab­ge­sagt, wenn ich tat­säch­lich ge­impft wor­den wä­re.
Wahr­schein­lich wird dann aber al­les (na­tür­lich kos­ten­pflich­tig) ab­ge­wie­sen wer­den, weil ich ja dann eben kein Be­trof­fe­ner mehr bin und ins­be­son­de­re hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­rich­te in letz­ter Ver­gan­gen­heit ver­mehrt un­ter Be­weis ge­stellt ha­ben, daß Be­hör­den im­mer im Recht sind, egal wie ab­surd dort agiert wird (aber das ist ei­ne an­de­re Ge­schich­te).

Recht­li­ches
So­weit ich es als Nicht-Ju­rist ein­schät­zen kann, ist die Ver­wei­ge­rung ei­nes all­ge­mein an die Öf­fent­lich­keit ge­rich­te­tes Impf­an­ge­bot ge­gen­über ei­ner Ein­zel­per­son ein sog. Ver­wal­tungs­akt gem. §35 VwVfG.
Ge­mäß $28 VwVfG (1) steht vor dem Er­las­sen ei­nes Ver­wal­tungs­ak­tes den Be­tei­lig­ten das Recht zu, sich zu der Ent­schei­dung zu äu­ßern. Schon die­ses Recht wur­de in die­sem m.E. nicht ge­währt, ob­wohl es deut­lich mehr­fach ein­ge­for­dert wur­de.

Ge­ne­rell fin­det sich aber auch im Grund­ge­setz ei­ni­ges zu dem The­ma:
In Art. 17 GG fin­det sich das Recht, mich schrift­lich an zu­stän­di­ge Stel­len wen­den zu dür­fen. Wenn mir aber die zu­stän­di­ge Stel­le kei­nen Kon­takt nennt, dürf­te da­mit die­ses Recht aus­ge­he­belt sein, da­her müß­te je­de staat­li­che In­si­tu­ti­on zu je­der­zeit ent­spre­chen­de Kon­takt­in­for­ma­ti­o­nen be­reit­hal­ten und zu­gäng­lich ma­chen, oder aber sie be­geht Ver­fas­sungs­bruch...
Aber auch in Art. 2 (2) GG fin­det sich ja das Recht auf kör­per­li­che Un­ver­sehrt­heit. Da mir oh­ne hin­rei­chen­den Sach­grund (z.B. man­geln­de Vor­rä­te an Impf­stoff) die Imp­fung ver­wei­gert wur­de, ob­wohl über­all da­zu auf­ge­ru­fen wird, zu­dem ei­ne Er­kran­kung an Co­vi­d19 nach­weis­lich zu sehr schwe­ren Sym­pto­men bis hin zum Tod füh­ren kann, dürf­te auch hier ein Ver­fas­sungs­bruch vor­lie­gen.

Die §§ des StGB zur (ver­such­ten) Kör­per­ver­let­zung (ggf. mit To­des­fol­ge) sind vmtl. zu spe­zi­ell in ih­ren Aus­füh­run­gen, als daß ei­ne Un­ter­las­sungs­hand­lung da­nach ver­folgt wer­den könn­te, aber viel­leicht ja doch...
Die bil­li­gen­de In­k­auf­nah­me ei­ner In­fek­ti­on mit ent­spre­chen­den Fol­gen gilt wohl zwar als "grob fahr­läs­sig", al­ler­dings ist dies wohl eben nicht als Ver­such zu wer­ten. So fin­det sich §229 StGB lei­der auch kein an­de­rer Hin­weis und ich hof­fe nicht, daß ich mich jetzt in den nächs­ten Wo­chen doch noch in­fi­zie­re und er­heb­lich er­kran­ke.
Die For­mu­lie­rung des §13 StGB ist mir als Nicht-Ju­ris­ten ehr­lich ge­sagt zu ab­s­trakt, als daß ich hier­aus ir­gen­d­et­was ab­lei­ten könn­te.

In­wie­weit auch Be­rei­che des In­fek­ti­ons­schutz­ge­setz be­trof­fen sein kön­nen, ver­mag ich noch nicht sa­gen.

Ge­gen die Si­cher­heits­leu­te der Fa. Pro­tex gibt es wahr­schein­lich kei­ner­lei recht­li­che Hand­ha­be, da sie ja "nur" im Auf­trag des Impf­zen­trums ge­han­delt ha­ben. In­so­fern ist aber de­ren Han­deln als auch Nicht-Han­deln in je­dem Fall dem Impf­zen­trum zu­zu­rech­nen.

In je­dem Fall kann ich nur an al­le ap­pel­lie­ren, die­ser Fir­ma kei­ne Auf­trä­ge zu ge­ben, da ih­re Mit­a­r­bei­ter of­fen­sicht­lich nicht in der La­ge sind, einen an­ge­mes­se­nen Um­gang mit ih­ren Mit­menschen zu pfle­gen.

Zwi­schen­spiel
Nach­dem ich ja in­zwi­schen wuß­te, daß das For­mu­lar von der Lan­des­re­gie­rung bei zu lan­ger Ein­ga­be kol­la­biert, hat­te ich noch­mal ein kur­z­es State­ment samt Link auf die­se Sei­te ab­ge­setzt.

Wi­der Er­war­ten be­kam ich dann ei­ne Mail mit der Bit­te um An­ga­be ei­ner Te­le­fon­num­mer.
Ein Herr vom HM­dIS rief dann auch tat­säch­lich an, ließ sich noch­mal den gan­zen Part er­zäh­len und ver­such­te dann ein paar Punk­te zu er­klä­ren, die ich hier grob wie­der­ge­ben möch­te:

  • Die Vor­ga­be aus dem Mi­nis­te­ri­um, die ein­mal fest­ge­leg­ten Imp­for­te und -Ter­mi­ne bei­zu­be­hal­ten, be­ruht auf dem Um­stand, daß die Ver­ga­be­struk­tur eben dar­auf aus­ge­legt sei, nur paa­r­wei­se Ter­mi­ne aus­zu­wer­fen und sie an­fäng­lich wohl er­heb­li­chen Auf­wand ge­habt ha­ben (u.a. von Sput­nik-V-Tou­ris), zu­rück­geg­be­ne Ein­zel­ter­mi­ne wie­der zu Paa­ren zu ver­bin­den.
    Kurz: Da kön­nen wir nix für, die Soft­ware ist schuld. (wie ein IT-Fach­mensch ger­ne sagt)
  • In ei­ner Pres­se­mel­dung des Lan­des zur Frei­ga­be der Imp­fung oh­ne Ter­mi­ne soll ex­pli­zit auf­ge­führt sein, daß in wich­ti­gen Aus­nah­me­fäl­len (wie z.B. ei­ne USA-Rei­se zum eigtl. Zwei­ter­min) es evtl. mög­lich sei, von der ur­sprüng­li­chen Pla­nung ab­zu­wei­chen.
    In der ein­zi­gen Pres­se­mel­dung , die ich dort aber fin­de, fin­det sich über­haupt kein Hin­weis dar­auf.
  • Die kon­kre­te Ver­ga­be und auch Ent­schei­dung dar­über, von den be­ste­hen­den "Grund­sät­zen" ab­zu­wei­chen, ob­lie­ge aber aus­schließ­lich dem je­wei­li­gen Impf­zen­trum.
  • Ab­schlie­ßend er­klärt er noch ganz klar, daß die Aus­sa­ge, daß das Ge­sund­heits­amt nicht zu­stän­dig sei, so nicht stim­me, denn die Impf­zen­tren vor Ort wür­den aus­schließ­lich di­rekt von zu­stän­di­gen Krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten or­ga­ni­siert.
Ei­ne wie auch im­mer ge­ar­te­te of­fi­zi­el­le In­for­ma­ti­on zum The­ma Zwei­t­imp­fungs-Ver­wei­ge­rung gibt es aber dem­nach wei­ter­hin nicht.
Zu­min­dest hof­fe ich mal, daß die Aus­sa­ge bzgl. der Zu­stän­dig­keit so stimmt, auch wenn ich heu­te mor­gen so­wie­so Herrn Ge­sel­le (OB) und Frau Go­te (De­zer­nen­tin u.a. f. Ge­sund­heit) kon­tak­tiert ha­be, da bei­de den Auf­ruf von letz­ter Wo­che für die termin­freie Imp­fung mit dem Satz "Nur durch einen vol­len Impf­schutz wer­den wir es schaf­fen, uns ge­gen­sei­tig zu schüt­zen und das Vi­rus ein­zu­däm­men" un­ter­schrie­ben hat­ten.
So kann ich nun viel­leicht doch mal et­was ge­ziel­ter schau­en, daß das gan­ze nicht spur­los an al­len vor­r­über­geht, auch wenn die Impf­zen­tren so­wie­so al­le En­de Sep­tem­ber schlie­ßen sol­len.

War­te­schlei­fe
In­zwi­schen ist das En­de der Wo­che schon er­reicht, aber lei­der bin ich noch nicht viel wei­ter als am Mon­tag.
Sei­tens der eta­blier­ten Pres­se gibt es trotz di­ver­ser Be­richt­er­stat­tung über Co­ro­na an sich kein In­ter­es­se an dem The­ma hier. Zu­min­dest hat sich nie­mand der An­ge­schrie­be­nen zu­rück­ge­mel­det. Nun gut, viel­leicht ist das, was ich er­lebt ha­be auch ein­fach bloß der Nor­ma­l­zu­stand hier­zu­lan­de und da­her kei­ner Wür­di­gung in der Pres­se wert, auch wenn dort sonst über al­les mög­li­che be­rich­tet wird, egal wie tri­vi­al es zu­min­dest mir manch­mal er­scheint.
(so­fern dort da­von ab­ge­se­hen wur­de, dar­über zu be­rich­ten, weil evtl. Le­er­den­ken­de o.ä. das für sich nut­zen könn­ten: ja, mag sein, daß das pas­siert, aber zum einen wä­re es dann erst recht nett ge­we­sen, dar­über in Kennt­nis ge­setzt zu wer­den, zum an­de­ren ver­ein­nah­men die­se Leu­te im Prin­zip so­wie­so al­les und dre­hen sich not­falls auch die Fak­ten so, wie sie es ge­ra­de brau­chen. Jetzt den An­schein zu ge­ben, "al­les toll hier", wür­de die­sen Leu­ten bzgl. ih­rer Sicht auf die Pres­se noch mehr in die Kar­ten spie­len.)

Es ist zu­dem wirk­lich nicht ein­fach, ak­tu­ell ei­ne an­walt­li­che Be­ra­tung, bzw. über­haupt ei­ne Emp­feh­lung zu ei­ner Kanz­lei in die­sem The­men­be­reich zu fin­den. I.d.R. kei­ne Ka­pa­zi­tä­ten, Ur­laub, oder auch bloß in an­de­ren Be­rei­chen des Ver­al­tungs­rechts un­ter­wegs.
Nun schei­ne ich aber jmd. mit hin­rei­chend In­ter­es­se trotz ge­rin­ger Ka­pa­zi­tä­ten ge­fun­den zu ha­ben. Ho­fent­lich klappt das wirk­lich und ich er­fah­re zu­min­dest schon mal, wel­che recht­li­che Hand­ha­be es in die­ser Sa­che tat­säch­lich gibt.

ach­ja: es muß nie­mand glau­ben, daß es sei­tens Herrn Ge­sel­le oder Frau Go­te, bzw. de­ren Stab auch nur ir­gend­ei­ne Rü­ck­mel­dung auf mei­ne Kon­takt­ver­su­che ge­ge­ben ha­ben. Nicht mal ein Stan­dard­schrei­ben von we­gen "wir ha­ben Ih­re Nach­richt er­hal­ten und wer­den uns bei Ih­nen mel­den..." o.ä.
(Zu­min­dest für die Mail an Frau Go­te ha­be ich aber die Zu­stell­be­stä­ti­gung des Mail­ser­vers der Stadt Kas­sel...)

In­ter­es­se an Pro­ble­men ih­rer Bür­ger:in­nen scheint es aber wenn über­haupt nur zu Wahl­kampf­zei­ten zu ge­ben. Gut daß es hier­zu­lan­de kei­ner­lei Po­li­tik­ver­dros­sen­heit gibt, die von sol­chem Des­in­ter­es­se ge­nährt wer­den könn­te.
Viel­leicht soll­te ich mal schau­en, wer hier für die Stadt im Bun­des­tag sitzt und im Sep­tem­ber ger­ne wie­der das Di­rekt­man­dat be­kom­men wür­de...
(schließ­lich geht es ja um Bun­des-An­ge­le­gen­hei­ten, die "le­dig­lich" im kom­mu­na­len Be­reich ka­putt­ver­wal­tet wer­den)

Vor­be­rei­tun­gen
So, in­zwi­schen ha­be ich doch noch ei­ne Rechts­be­ra­tung zu dem The­men­kom­plex be­kom­men und wer­de wohl in Kür­ze so­wohl Dien­st­auf­sichts­be­schwer­de ge­gen die Ver­ant­wort­li­chen im Impf­zen­trum, als auch Fach­auf­sichts­be­schwer­de ge­gen die Ver­ant­wort­li­chen für das Impf­zen­trum (al­lem An­schein nach ja das Ge­sund­heits­amt), vor al­lem wg. der Ge­fahr der Wie­der­ho­lung (die Pan­de­mie wird uns ja lei­der wohl noch ei­ne Wei­le be­glei­ten und mög­li­cher­wei­se wer­den die Impf­zen­tren ja doch wei­ter in Be­trieb blei­ben) Fest­stel­lungs­an­trag bei Ge­richt ein­rei­chen.
(es gibt da of­fen­sicht­lich ei­ne Un­ter­schei­dung zwi­schen Ver­wal­tungs- und Re­a­l­akt und je nach dem sind un­ter­schied­li­che An­trä­ge zu for­mu­lie­ren, al­ler­dings kann mensch das auch sei­tens des Ge­richts ent­schei­den las­sen und bei­des in eins wer­fen).

Die For­mu­lie­run­gen da­zu wer­den mich noch et­was Ar­beit kos­ten, denn Auf­sichts­be­schwer­den ha­be ich tat­säch­lich bis heu­te noch kei­ne ein­zi­ge ein­ge­reicht und auch die Kla­ge­for­mu­lie­rung dürf­te nicht ganz ein­fach sein, auch wenn ich so­was schon das ei­ne oder an­de­re mal ge­macht ha­be. Ggf. muß ich das vor Ort beim Ver­wal­tungs­ge­richt zur Nie­der­schrift ma­chen, denn dort kann mensch sich auch als Rechts­un­kun­di­ges We­sen die Kennt­nis­se der dor­ti­gen Ju­rist:in­nen bei ei­ge­nen An­trä­gen zu nut­ze ma­chen.

Zu­dem gibt es wohl kei­nen Grund, auch al­le in die­sem Fall statt­ge­fun­de­nen und noch statt­fin­den­den Re­ak­ti­o­nen zu ver­öf­fent­li­chen, so­lan­ge al­le Na­men und sons­ti­gen un­mit­tel­ba­ren Iden­ti­fi­ka­ti­ons- merk­ma­le ge­schwärzt wer­den.
Mei­ne ur­sprüng­li­che Sor­ge, jmd, könn­te ggf. wg. Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­su­chen, da­ge­gen vor­zu­ge­hen hat sich zwi­schen­zeit­lich durch einen an­de­ren Fall er­le­digt, denn im Ge­set­zes­text fin­det sich in §5 (1) Ur­hG ganz klar die For­mu­lie­rung: Ge­set­ze, Ver­ord­nun­gen, amt­li­che Er­las­se und Be­kannt­ma­chun­gen so­wie Ent­schei­dun­gen und amt­lich ver­faß­te Leit­sät­ze zu Ent­schei­dun­gen ge­ni­e­ßen kei­nen ur­he­ber­recht­li­chen Schutz.

Da ich aber ge­ra­de doch noch ein paar an­de­re wich­ti­ge Din­ge zu tun ha­be, wird das dann al­les doch noch ein paar Ta­ge dau­ern, bis es kon­kret wei­ter­geht und hier auch do­ku­men­tiert wird. Im­mer­hin gibt es ja kei­ne wirk­li­chen Fris­ten da­bei zu be­ach­ten (bei Auf­sichts­be­schwer­den oh­ne­hin nicht, bei Kla­gen ge­gen staat­li­che oder öf­fent­lich-recht­li­che Ak­te oh­ne Rechts­be­helfs­be­leh­rung be­trägt die "Frist" ein Jahr)

An­mer­kun­gen zum Schluß

Ab­schlie­ßend möch­te ich noch klar­stel­len, daß ich zu kei­nem Zeit­punkt in ei­ner Wei­se agiert oder kom­mu­ni­ziert ha­be, die da­zu ge­eig­net ge­we­sen wä­re, mein An­lie­gen nicht ernst zu neh­men, oder gar sich an­ge­grif­fen zu füh­len.
Si­cher­lich war ich in der Si­tua­ti­on vor Ort äu­ßerst ver­är­gert und auch er­regt, aber den­noch ha­be ich nie­man­den an­ge­schri­en oder gar be­schimpft, als daß ein sol­ches Ver­hal­ten der Si­cher­heits­kräf­te vor dem Impf­zen­trum in ir­gend­ei­ner Form an­ge­mes­sen ge­we­sen wä­re.
(grund­sätz­lich soll­te al­ler­dings auch in sol­chen Fäl­len ei­ne De­es­ka­la­ti­onss­tra­te­gie exis­tie­ren, aber hier wur­de ja sei­tens der Si­cher­heits­leu­te voll­stän­dig auf Es­ka­la­ti­on ge­setzt)

Den Schrift­ver­kehr mit dem Impf­zen­trum ha­be ich hier be­wußt erst­mal nur in Aus­zü­gen prä­sen­tiert, da ich mich erst­mal recht­lich ab­si­chern muß, um am En­de nicht ei­ne Kla­ge wg. Ur­he­ber­rechts­ver­let­zung, Ver­let­zung des Brief­ge­heim­nis­ses oder aber gar Amt­ge­heim­nis­ses o.ä. an­ge­hängt zu be­kom­men.
Der­ar­ti­gen
Staats­be­diens­te­ten traue ich al­les zu und es wä­re nicht das ers­te mal, daß ha­ne­bü­che­ne Vor­wür­fe sei­tens staat­li­cher In­si­tu­ti­o­nen er­ho­ben wer­den.
(wie z.B. Be­schlag­nah­me von Mo­bil­te­le­fo­nen sei­tens der Po­li­zei, wenn de­ren Ein­satz ge­filmt wird oder der Bun­des­tag, der staat­li­che fi­nan­zier­te Gut­ach­ten sei­nes wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes wg. Ur­he­ber­schutz un­ter Ver­schluß hält)

So­bald das aber ge­klärt ist, wer­de ich das hier noch nach­lie­fern.

Tech­ni­sches: die z.T. et­was kru­den Tren­nun­gen lau­fen hier au­to­ma­ti­siert und das Tool hat da wohl manch­mal merk­wür­di­ge Vor­stel­lun­gen. Recht­schreib­kon­trol­le läuft ge­ra­de nur ma­nu­ell und da fällt auch schon mal ei­ni­ges durch's Ras­ter...

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zuletzt geändert: Mon, 02 Aug 2021 15:37:04 CEST